OceanPhoenix

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Nachdenkliches

Tagesform / Extreme Gefühle und ihre Macht, Vererbbarkeit emotionaler Strukturen? / Zwangshandlungen





Habt vielen Dank für all Eure Kommentare zum Thema Bloggerwelt in Deutschland knuddel.gif   so viele spannende Beiträge - einfach klasse ... und inhaltlich sehen wir das wohl sehr ähnlich .. und lassen uns unsere vielfältig-bunte und menschliche Art des Bloggens nicht vermiesen :-))



Wiederum bei Sammy entdeckt: "Tagesform"

Wetter: blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und noch angenehm "frisch"

Laune: etwas "Zuviel-Gefühl", aber Tendenz stark steigend

Letztes Essen: Früchtemüsli mit frischem Obst, dazu Gurke und Tomate

Letztes Getränk: Milchkaffee

Gesundheit: soweit ich weiß, ok ;) hoffe nur, dass die Kopfschmerzen mich dieses WE mal verschonen

Beschäftigung: Frühstückspause

TV/Video: Gestern abend ein altes Video, das wir schon x-mal geschaut haben: der Roadmovie "Kalifornia"  mit "Fox Mulder" David Duchovny, Michelle Forbes, Juliette Lewis und Brad Pitt - heftig, emotional und sehr unter die Haut gehend, dabei fesselnd und tolle darstellerische Leistungen (so find ich Brad Pitt auch gut *g* - oder in seiner Rolle in einem meiner Lieblingsfilme: "Twelve Monkeys"  *g*) - v.a. Juliette Lewis spielt in "Kalifornia" umwerfend und sehr berührend, wobei ihre Synchronstimme natürlich nicht unerwähnt bleiben darf ;)

Letzter Lesestoff: "Geh mit keinem Fremden" von Laurie R. King

Aktuelle Musik: Gerade nix, heute morgen das neueste Album von Nightwish "Dark Passion Play" mit Sängerin Anette, das mir immer besser gefällt

Outfit: dem warmen Wetter angemessen mein rostbraunes Fransenkleid *g* dazu eine leichte rosa Bluse

Frisur: wie immer (bin phantasielos, ich weiß, aber ich mag am liebsten lange, offene Haare)

Planung: nicht zu spät heimgehen (Wunschtraum *g*), und dann gäb's fürs WE einiges, was wir tun könnten, aber alles weit weg - und in den nächsten Wochen sind ohnehin ne Menge Ausflüge geplant .. der Garten will auch mal wieder versorgt werden, Family-Besuch ... ausserdem Schlaf nachholen - ich krieg's nicht auf die Reihe, früh genug schlafen zu gehen, und dann sammelt sich zum WE ein riesiges Schlafdefizit an ..denn dieses Aufstehen um sechs Uhr morgens geht einfach gegen meinen natürlichen Rhythmus *g*

Tageswunsch: dass alle gesund bleiben!!




Schlaf-Monsterchen auf seinem Lieblingsplatz im Auto ;)



Blick von der "Hohwachter Flunder" aus ...





..auf der Hunde-Runde vorvorgestern entdeckt.

Gefühle ... seltsame Gefährten, die dich in himmelhochjauchzende Höhen heben können, oder ganz tief abstürzen lassen in ein schwarzes Loch der Traurigkeit. Der eine Mensch ist von Natur aus innerlich ausgeglichener, der andere dagegen erlebt alle Farbschattierungen der Gefühle an einem Tag mehrmals, eine Achterbahn der Gefühle, in der er dann auch dementsprechend "beschäftigt" ist, diese Extreme abzufangen, auszugleichen - was einiges an emotionaler Anstrengung erfordert.

Steht ein von Kindheit an erlerntes gesundes Selbstbewußtsein in unmittelbarem Zusammenhang mit emotionaler Stabilität?

Wie ist es mit der Vererbbarkeit seelisch-emotionaler Charakteristika? Ist es wahrscheinlich, daß ein Kind, das von zwei sehr ruhigen, zurückhaltenden, aber auch sensibel-emotionalen Eltern abstammt (unabhängig von anderen Einflüssen) von Grund auf ebensolche Eigenschaften in sich trägt?

- Natürlich ist die äußere Prägung nicht zu vernachlässigen .. und sie wird zumindest im Elternhaus auch entsprechend der Veranlagung der Eltern erfolgen - zurückgezogene Eltern feiern vermutlich keine großen Parties, auf denen das Kind Entsprechendes "lernen" und offen im Umgang mit anderen werden kann ...

ich frage mich nur, ob einer "Vererbung" von gefühlsmäßigen Ausprägungen eine wesentliche Bedeutung für die charakterliche Entwicklung eines Menschen zukommt.






Entwickeln tun wir uns alle, ständig. Wollen (mehr oder weniger) an uns arbeiten, vieles gelingt - vieles ist auch den äußeren Einflüssen unterworfen. Und manchmal steht man morgens auf, und ist ganz einfach nur melancholisch-traurig, kommt sich sooo klein vor - hat das Gefühl, alles oder zumindest Wesentliches falsch zu machen, "es" nie zu schaffen ... und da kann man sich dann kopfmäßig noch so viel einreden - das niederdrückende Gefühl bleibt.

Wenn dann ein Mensch, der einem wichtig ist, auch nur die geringste Kritik (die noch nicht mal eine zu sein braucht, aber in der "empfindlichen Gefühlslage" als solche empfunden wird) äußert - reißt einen das noch mehr runter, und man fängt an, Grundlegendes an sich selbst in Frage zu stellen .. bin ich überhaupt "eine richtige Frau / ein richtiger Mann", bin ich geeignet für diesen Job, sollte ich diese Unternehmung in zwei Wochen wirklich wagen - oder wird nicht dies und jenes geschehen und alles versauen, und dann bin natürlich ich schuld an allem (z. B. auch am schlechten Wetter ..*ironie off* .. denke, Ihr wisst, was ich meine ...) weil ich es ja unbedingt genau SO machen wollte .. und werde dann angemeckert .. fühle mich im Zugzwang, die widrigen Umstände dann auszugleichen für den anderen, den ich mit reingezogen habe, weil ich ja sowieso immer alles falsch mache ... und und und ...

Natürlich sind das völlig hypothetische Gedanken - aber auch diese hypothetischen, auf mögliche in der Zukunft befindliche Ereignisse bezogen, die NIEMALS überhaupt so eintreten müssen (ihren Schrecken allein durch das "KÖNNTE" beziehen) - können jemanden innerhalb eines solchen Gedankenkarussells ganz schön fertigmachen.


Sicher gibt es Leute, die schütteln nach dem Lesen dieser Abschnitte nur den Kopf (wenn sie sie überhaupt fertiglesen würden) und sagen "wie kann man so blöd sein und sich um ungelegte Eier Gedanken machen". Klar - das weiß der Betreffende auch. Aber wenn man in so einem Gefühlssalat gefangen ist, stellt es ganz einfach ein Problem dar, diese verstandesmäßige Einsicht auch emotional bzw. praktisch umzusetzen.


Zum Glück ist es trotzdem möglich, gegen diesen Teufelskreis der Gefühle anzukämpfen .. und emotional stabile Tage, die kommen WERDEN, dazu zu nutzen, positive Erfahrungen und Aktionen dagegen zu halten und mit diesen eine einigermaßen stabile Mauer gegen bröckelnde Gefühlsstabilität zu bauen.

Gestern abend hab ich zufällig noch den Schluss eines TV-Berichtes gesehen - ich glaub "Reporter" hiess das auf ZDF (nicht sicher bin) - da ging's um Zwangshandlungen bzw. Zwangserkrankungen -

und es wurden zwei Menschen mit der Kamera begleitet, die eben diesen Zwangserkrankungen ausgeliefert waren. Die wußten kopfmäßig genau, dass das "Quatsch" ist und daß ihre Zwangshandlungen nicht nötig wären, daß es ihnen ohne besser gehen würde - nichtsdestotrotz war es für sie unmöglich, sich aus diesen Zwängen aus eigener Kraft zu befreien - diese bestimmten letztlich ihren ganzen Alltag. Wirklich erschreckend - das ist eine ganz wüste Krankheit, auch wenn manche das nicht begreifen und "krank" nur im körperlichen Sinne verstehen - jeder, der frei davon ist, kann froh sein.

Dzdz, wenn ich mal wieder anfange zu tippseln.... Soviel wollte ich doch gar nicht schreiben, und bestimmt ist Euch der eine oder andere Beitrag in meinem Blog auch viel zu lang, verständlicherweise. Aber ich laß das jetzt so stehen, vielleicht entdeckt doch der eine oder andere was für sich darin... sonst einfach scrollen oder wegklicken ;))




Ich wünsch Euch ein Wochenende voll sonnig-froher Erlebnisse, relaxt oder auf Achse - so wie Ihr's grad mögt .. und daß Ihr Euch selbst ausleben könnt .. Ihr selbst sein mit allem, was dazugehört :)) bis bald sonne.gif

Ocean 25.07.2008, 09.46 | (23/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Taugt die deutsche Blogszene nix? Wie und warum bloggen wir? / Vor 10 Jahren - Heute - In 10 Jahren






Heute mal ein Eintrag größtenteils nur mit Text ;)

aber ehe ich zum anvisierten Thema "Wie man in Deutschland bloggt" übergehe - bzw. auf einen eher "vernichtenden" Online-Artikel Bezug nehme -

hier ein belangloses, völlig unpolitisches Stöckchen, just for fun beantwortet - bei der lieben Sammy aufgelesen ;) (eigentlich waren es zwei, das andere kommt nächstes Mal - es wird zu lang sonst)


Vor 10 Jahren…

- also 1998 -

- war ich bereits glücklich verheiratet
- waren wir im Mai in den U.S.A. (Kalifornien, Nevada, Utah ...) und es war einer der besten Urlaube ever
- habe ich noch nicht so viele Verlustängste gehabt und war dem Tod noch nicht begegnet
- war ich trotzdem wesentlich unausgeglichener, selbst-destruktiver und labiler, als heute
- haben wir noch nachts nach der Kneipe mit Modem über A*OL gesurft und gechattet, weil es da am billigsten war
- habe ich noch geraucht, aber nicht mehr ganz so stark, wie Anfang der 90er
- konnte ich noch nicht autofahren und hatte ich Angst davor, den Führerschein zu machen
- führte uns im Sommer unser erster Weg nach der Arbeit direkt ins Freibad "nebendran"
- hatte ich vor allen Dingen immer weiter Abnehmen, trainieren und fettarm essen im Sinn, und wog 8-9 Kilo weniger als heute
- konnte ich kaum "nein" sagen
- waren wir oft im Kino
- liebte ich das Meer schon, aber nicht ganz so intensiv, wie heute
- hatte ich/wir Gothic, Dark Wave / Dark Folk und Industrial entdeckt und ich trug ohnehin fast immer Schwarz


Heute..


- bin ich zufriedener mit mir selbst, und meistens glücklich
- bin ich viel weniger unterwegs (seit wir aufs Dorf gezogen sind und bauen)
- habe ich einen über alles geliebten Hund
- ist meine Zeit viel vollgepackter
- rauche ich nicht mehr
- vermisse ich manchmal trotzdem noch meine Wahlheimatstadt und das Meer natürlich
- bin ich dennoch glücklich da, wo ich jetzt bin, und könnte NIE MEHR in einer größeren Stadt leben - brauche den Platz und Freiraum um mich herum, wo keine Menschen sind
- bin ich immer noch glücklich verheiratet
- arbeite ich noch in derselben Firma
- war ich seit Jahren nicht mehr im Kino
- habe ich gewisse Selbstzweifel und Defizit-Gefühle nach wie vor
- höre ich immer noch u.a. Gothic und Industrial, aber nicht mehr GANZ so düster, und mein Musikgeschmack ist weitgefächerter
- trage ich nicht mehr nur noch Schwarz
- erlebe ich alles intensiver und bewußter - denke aber auch viel zu viel an das mögliche Ende ...


In 10 Jahren…

- werde ich hoffentlich immer noch in derselben Firma arbeiten und mich mit (neuen) Kollegen gut verstehen
- werden wir alle hoffentlich noch ganz gesund sein
- kann ich es mir ohne Hund nicht vorstellen
- wird die Baustelle hoffentlich fertig sein
- wird Musik immer noch ein wesentlicher Teil meines Lebens sein
- werde ich mich vermutlich bereits mit den Dingen konfrontieren haben bzw. fertig werden müssen, vor denen ich jetzt Angst habe
- werde ich hoffentlich ein Auto mit moderner/umweltschonender UND sinnvoller Technik haben
- werde ich hoffentlich immer noch bloggen
- werde ich meinen Pessimismus hoffentlich etwas mehr besiegt haben, ebenso wie meine "im-Voraus-Ängste" und das Sich-Sorgen.
- werde ich hoffentlich nicht noch einzelgängerischer geworden sein.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ja - diese Stöckchen sind eine arg persönliche Angelegenheit. Warum ich das immer wieder mache ... und warum schreibt man überhaupt so öffentlich-persönlich Tagebuch? denn ich bin ja nicht annähernd die einzige, die beim Schreiben relativ offen ist.

Vielleicht wegen der Begegnung mit eben den anderen, die es auch tun .. wegen der Selbstreflexion, die manchmal nötig ist, und der Befreiung, die das Schreiben darstellt - wegen den sich daraus ergebenden schriftlichen Blog-Dialogen ..

warum bloggt man überhaupt? fragen manche ..

Ich kann nur eins mit Sicherheit sagen - ich tu das jetzt in dieser Form seit 5 3/4 Jahren, und habe noch keine Probleme deswegen bekommen oder schlechte Erfahrungen damit gemacht ;) und zu dem, was ich öffentlich schreibe, kann ich stehen .. und entdecke oft meine Gedanken und Gefühle auch bei anderen im Blog.


Wie ich da jetzt drauf komme? Habt Ihr zufällig DIESEN ARTIKEL (klick)  im Spiegel gelesen - über das Wesen der deutschen Bloggerei?


Mir geht schon etwas der nicht vorhandene Hut hoch, wenn ich das so lese. Mal wieder so richtig schön von oben herab. Und die Forumsbeiträge stammen doch anscheinend vorwiegend von Nicht-Bloggern, die über was schreiben, wovon sie offensichtlich nicht allzuviel praktische Ahnung haben.

Vielleicht habe ich einfach ein Wahnsinns-Glück mit der mich umgebenden "Blogosphäre". Aber Fakt ist - ich kann von Grabenkämpfen oder "Verdreschen" etc. nichts entdecken (ganz im Gegensatz zu manchen Forums-Diskussionen, die ruckzuck aus dem Ruder laufen und persönlich-angreifend werden) - und ich lese bzw. "rede" auch nicht mit den "falschen Leuten". Das tue ich übrigens auch im real life möglichst nicht. Und ein Blog kann u.a. auch der Spiegel des wirklichen Lebens sein. (aber kann dieses natürlich nicht ersetzen ;) )

Von gutbezahlten Starbloggern ist da die Rede. In den USA natürlich, weil hier im rückständigen Deutschland taugt das ja alles nix. Tolle Wertigkeit.

Will einer von Euch ein Blog-Star sein? wie wärs mit "Deutschland sucht den Super-Blogger"? *Zehennägel aufroll* ... oder bloggt Ihr für Geld? Als ob das das Wesentliche wäre.

Ausserdem wird gefragt, ob deutsche Blogger zu unpolitisch sind. Natürlich als rhetorische Frage - wie zumindest mein Verständnis des Artikels ergibt. Und natürlich ist das "Politisch-Sein" hierbei das Non Plus Ultra - eine Latte, an dem sich alles zu messen hat. Verzeihung, ich vergaß ...

Aber das ist das Stichwort, das auch im zweiten - und noch deutsche-blogs-vernichtenderen - Teil des Artikels immer und immer wieder auftaucht. Die Politik. Ich streite ja nicht ab, daß sie wichtig ist. Aber das Leben besteht nicht nur aus Politik ... es gibt auch andere Themen, über die sich ein Blog-Austausch lohnt -

z.B. sozial-/gesellschaftskritische Themen, Psychologie bzw. Zwischenmenschliches, oder eben die zahlreichen Themen-Informationsblogs, Garten, Literatur, Philosophie, Sport, all das Handwerkliche und Kreative, etc, etc .. diese Vielfalt, die man in den deutschen Blogs wahrnehmen kann, ist bereichernd und geht klar über die angeprangerte Ego-Introspektions-Manie hinaus (wobei es aber auch jedem selbst überlassen bleibt, einen reinen Introspektions-Blog zu führen, wenn ihm das gerade etwas bringt .. das ist doch nicht negativ zu bewerten) -

 und da ich der Meinung bin, daß die Bedeutung eines Blogs nicht nur an seinem politischen Engagement zu messen ist, empfinde ich den Spiegel-Artikel als etwas einseitig.

Und außerdem gibt es ja auch noch den (oft geschmähten) Unterhaltungswert. Man kann schließlich nicht ständig nur hochgeistige Themen wälzen. Seid doch mal ehrlich, Ihr trockenen Polit-Fuzzis. Geht Ihr zum Lachen in den Keller? oder schaut Ihr Euch nie etwas an, was reinen Unterhaltungswert hat - weil man sich daran nicht intellektuell aufpushen kann? (ich geb's zu, ich hatte eben ein anderes Wort im Sinn *fg*) -  neenee .. das kann ich jetzt einfach net glauben *g*

Die deutschen bzw. deutschsprachigen Blogs, die ich so durchstreife, sind abwechslungsreich von den Themen her, sympathisch, persönlich, auch lehrreich und informativ, witzig, dialogfähig und - menschlich. Und das ist es, worauf es mir ankommt :)

und nu hab ich mir doch noch etwas mehr Zeit geklaut *g* aber das wollte ich grad einfach mal loswerden.



.. und ich klau mir jetzt das Brötchen ;)

Dem Hundi geht's übrigens schon wieder besser, das Futter wird langsam "aufgestockt" - ich hoffe, daß es trotzdem ok bleibt und nicht zu früh war ;) ja, ich ewiger Bedenkenträger und Sorgenmacher *g*

Habt eine schöne Wochenmitte .. es ist Bergfest, und das WE schon wieder in Sicht ;)


Ocean 23.07.2008, 11.51 | (27/0) Kommentare (RSS) | (2) TB | PL

Eltern-Besuch / Gothicparty / Auf den Spuren der Vergangenheit - vor 19 Jahren, nach der Schule ..




Und schon wieder ist eine Woche fast rum .. rasant verflogen. Die Zeit scheint in der Tat immer schneller zu vergehen (wenn man älter wird? oder ist das einfach ein Symptom unserer vollgepackten Tage mit Über-Angebot und einer enormen Grundgeschwindigkeit?)

Mittwoch hatten wir ja einen Hitze-Rekord: 36,5 Grad. Fand ich aber gar nicht schlimm .. da war die feuchte Schwüle und die Wolken, Wind und Regen bei 24 Grad gestern unangenehmer und Kopfweh-lastiger *grmpf*

Gestern waren meine Eltern zu Besuch, wir hatten viel Spass und schöne Stunden zusammen - quatschen, kaffeetrinken, spazierengehen .... staunen, wie mein Vater locker mal schnell ein paar Hanteln gestemmt hat (er ist sehr sportlich, joggt regelmäßig seine 2 - 3 Stunden täglich, und ich wünsch mir einfach nur, dass er noch ganz lange so fit bleibt!) und das Monsterchen war natürlich wieder mal im Mittelpunkt und wurde ausgiebig "bespielt" *g* was es sichtlich genoß.




- Hier war (am Wochenende) das Hundi in einen Kaugummi getreten *gg* ..



und den hat Walter dann wieder aus der Pfote rausgepfriemelt *g*


Gegen später gingen wir (also natürlich nicht mit meinen Eltern *g* die stehen auf klassische Musik) noch zur Gothic-Party, war super diesmal, die Musik-Auswahl, und nicht ganz so viel EBM-Hardcore dabei (davon mag ich mal ein, zwei Stücke zur Abwechslung, auf Dauer find ich es einfach zu schrottig) dafür Manson, alte Cure, ASP, Oomph etc.

Irgendwann siegte bei mir die Müdigkeit dann aber doch .. und jetzt bin ich irgendwie noch nicht so ganz wach *g* aber es hilft nix - wird ein langer Tag *gähn* muss mir erst mal nen Kaffee machen.



Ich hab gestern mal ein bisschen im Netz gestöbert ... was ich so z.B. über ehemalige Lehrer von mir finden konnte, alte Schul- bzw. Lehrerfotos .. etc. - ein seltsames Gefühl, manchmal ganz unerwartet wirklich was zu entdecken (über diverse Suchfunktionen ist es ja kein Problem, jemanden zu finden, wenn er mal seine Spur im Netz hinterlassen hat) -

ausserdem bin ich auf ein Lehrerfoto gestoßen, wo dann z.T. hinter den Namen schon Kreuze waren .. uff. Ist auch schon fast 20 Jahre her, dass ich Abi gemacht habe... Einige sind in Rente gegangen, wie der HP meiner früheren Schule zu entnehmen war .. Trotzdem - ein seltsames Gefühl, plötzlich wieder mit Schul-Erinnerungen konfrontiert zu werden. Nicht alles war positiv, oh nee - im Gegenteil. Schulfrust - war damals massiv vorhanden.



Trotzdem erinner ich mich noch, daß nachdem "plötzlich alles vorbei war" - sich irgendwie eine gewisse Leere vor mir auftat - zumal ich noch nicht so recht wußte, was eigentlich machen nach der Schule - bis zum geplanten Au pair-Aufenthalt in England waren es noch einige Monate,das "Danach" stand in den Sternen, und ich kam damals ohnehin mit mir selbst nicht die Bohne klar .. aber dann erwiesen sich genau diese Gelegenheitsjob- und Abhäng- bzw. Nächte-Durchmach-Monate als ganz wichtig ..

ich begegnete Menschen, die für meine Entwicklung entscheidend waren und fing an, offener zu werden, leben zu lernen, mich Ängsten nach und nach zu stellen, meinen Selbsthass zu reduzieren - was ich vorher nie gedacht hatte, das mir das je gelingen würde. Und fast wie "über Nacht" wurde aus dem gefürchteten "In-Der-Luft-Hängen" die lebendigste, ausgeflippteste Zeit meines Lebens bis dahin .. ich war jedenfalls ein Spätzünder *g* aber wie immer - besser spät, als nie.

Habe auch in den Tagebücherrn von damals gelesen - komisch, manchmal kommen solche Phasen, wo ich die Begegnung/Aufarbeitung mit bestimmten Vergangenheitsabschnitten brauche, auch wenn es sich seltsam anfühlt - noch so präsent, die Bilder und Stimmungen, obwohl es 19 Jahre her ist .. ob das immer so präsent bleiben wird? das kommt sicher auch durch meine viele Tagebuchschreiberei, dadurch hat sich alles viel mehr eingeprägt.



Jedenfalls bin ich jetzt einfach froh und glücklich, dass ich so viel erreicht habe in den letzten beiden Jahrzehnten - wie ich es mir noch als Schülerin nie hätte träumen lassen - zu sehr verstrickt in Ängste, Probleme und Unsicherheiten war ich da, und dachte, niemals so locker und selbstbewußt sein zu können, wie andere mir erschienen (vielleicht haben viele auch nur so getan, als ob .. und waren innen drin viel unsicherer, als sie je zugegeben hätten) .. geschweige denn, mal einen so tolle Familie und Beruf zu haben, ein Haus in wunderschöner Umgebung mit eigenen Händen mitzubauen ... wenn mir das jemand mit 17 vorhergesagt hätte, dem hätte ich kein Wort geglaubt *gg*

Wenn ich so ein Fazit ziehe - dann ist das in der Summe der Erfahrungen trotz der vielen Gefühls-Achterbahn -Depri- etc. - Phasen in der Vergangenheit - jetzt absolut positiv und voll Dankbarkeit :-))




Ich wünsch Euch ein traumhaft schönes Wochenende :-))

Ocean 04.07.2008, 08.37 | (20/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Fahnen und kollektive Fußballfreude als Anlaß zu Bedenken - wie seht Ihr das? / Glücksmoment gestern





Hundi am Sonntag - mal wieder ein Ei zum Spielen (und nachher Futtern) - dieses Knautschgesichtchen ist einfach herrlich :-)))


 Aus aktuellem Anlass und nach einigen heißen Diskussionen möchte ich jetzt doch mal hier das Thema Fussball und Fähnchen aufgreifen.

Ganz Deutschland im EM-Fieber - so scheint es - es gibt aber offenbar auch nicht wenige, die das ganze Trara momentan komplett ablehnen, nervig oder sogar bedenklich finden. Das geht bis hin zu Äußerungen wie "ist ja wie bei H*itler damals" und "diese Leute würden sich genauso leicht für irgendwelches braunes Gedankengut mobilisieren lassen und blind mit der Masse mitrennen".

Was meint Ihr dazu? Eure Gedanken würden mich sehr interessieren :-))

sicherlich gibt's da ganz unterschiedliche Ansichten .. die man in aller Ruhe diskutieren bzw. einfach auch akzeptieren kann, selbst wenn man anderer Meinung ist.

Ich bin per se kein Fußballfan. Spiele schau ich, wenn überhaupt, nur während der WM und EM. Und auch selten ganz ... Heute wird es ebenso sein. Vielleicht schauen wir im Laufe des Spiels oder gegen Ende mal rein, und gucken, ob's uns Spaß macht. Wenn ja, bleiben wir dran. Und klar - ich würd mich für unsere Mannschaft freuen, wenn sie gewinnt (denn die MANNSCHAFT gewinnt, und nicht WIR - genauso wenig wie WIR Papst sind und so'n Quark *g*) und ins Finale kommt - wär ne tolle Sache! Derjenige, der besser spielt, sollte gewinnen, und so sollte es immer sein (aber leider spielen halt auch blinde Schiedsrichter oder schlicht und ergreifend Glück bzw. Pech eine große Rolle, das nervt dann).

Ein Autofähnchen ist mir auch schon von einer bekannten Supermarktkette gratis in die Hand gedrückt worden. Das hockt jetzt irgendwo zwischen den Blumentöpfen *g* - denn ans Auto mach ich mir das nicht, so weit geht meine persönliche Liebe zu dem Sport ganz einfach nicht. Ausserdem darf man damit nicht schneller als 120 fahren *sfg*

Wenn ich Fan wäre, würd ich es eventuell sogar dran machen. Ein Problem habe ich damit jedenfalls nicht - mit Fahnen ganz allgemein nicht - und genau hier ist der Knackpunkt, wo sich oft die Geister scheiden - bzw. wo manche Leute der "Anti-Fahnen-Front" regelrecht aggressiv werden können - was wiederum bei mir auf kopfschüttelndes Unverständnis stößt.

Völlig okay, wenn man damit nix anfangen kann und auch keine Fahne hat - aber ich find es ganz einfach übertrieben, wenn manche Leute in dem momentan recht hohen Schwarz-Rot-Gold-Anteil auf den Straßen und Häusern gleich die Rückkehr der N*azis oder sonstigen braunen Fronten vermuten.

Soweit ich das sehe, haben die allermeisten Leute diese Fahnen aus "Spass an der Freud", aus Fussballbegeisterung (die ja gewiß nichts Verwerfliches darstellt) oder weil sie einfach von einem kollektiven Begeisterungsgefühl mitgerissen worden und denken - das gefällt mir, die Stimmung momentan - da möcht ich jetzt auch mitmachen.

Ja und? das ist doch nicht schlimm! Der Hintergrund für die Fähnchen ist NICHT ein Erstarken der Rechtsr*adikalen, sondern ein Sport-Event, das für die deutsche Mannschaft bisher gut gelaufen ist und Anlaß zur Hoffnung auf einen Pokal gibt. Schön :-)) wenn's die Menschen freut und aufbaut - und eventuell auch welche mitreißt, die sonst nicht so am Fußball interessiert sind .. was ist daran gefährlich oder bedenklich?

und - was ist überhaupt an der Deutschlandfahne als solche schlimm?? Bei H*itler - ja klar. Das war eine völlig andere Zeit, und ist meiner Meinung nach mit dem, was wir jetzt haben, in keinster Weise vergleichbar. Und man braucht nur in andere Länder zu schauen - jedes hat seine Fahne, seine Symbole, seine Eigenheiten, auf das es stolz ist - und andere Länder gehen mit ihren Nationalitätssymbolen ganz normal und natürlich um - dort ist es unverdächtig, das eigene Land gut zu finden (was ja nicht gleichzusetzen ist mit "unkritischem Fanatismus" - man kann etwas prinzipiell gut finden und dennoch auch Kritik an gewissen Aspekten anbringen) -

während bei uns das Wort "Nationalstolz" sofort ein "Gschmäckle" hat .. nee, sowas geht ja gar nicht. Über Deutschland muss man schimpfen, und überhaupt sind wir ja Weltbürger und Europa und so (und wollen uns in die EU auflösen lassen - doch der Reformvertrag ist ein anderes Thema ;-) ) etc etc. Warum? was soll das .. warum kann heutzutage jedes Land unbedenklich sich selbst positiv sehen und aus einem gesunden Selbstbewußtsein Stärke schöpfen, ausser Deutschland? (Wobei ich meine, hier mittlerweile auch einen gegenläufigen Trend zu erkennen ..)

Hierauf bekommt man dann evt. zu hören - das sei naiv, so zu denken, denn die braune Gefahr lauert überall, und die kollektive Begeisterung sei schließlich "verordnet" oder "gesteuert" ...ähm, hallo .. das klingt für mich ein bisschen nach Paranoia und mangelndem Vertrauen. Aber wie gesagt - dies ist meine subjektive Meinung - jedem die seine ;-)

Was ich mir wünschen würde - daß die EM wirklich im positiven Sinne sportlich bleibt. Wenn wir verlieren - okay, dann hat die andere Mannschaft eben gewonnen - schön für die! und für uns kein Weltuntergang - immerhin ist die deutsche Mannschaft bis ins Halbfinale gekommen, an sich schon eine tolle Leistung.

Dann sollte es aber auch kein Gekloppe zwischen prolligen Fans geben hinterher - sondern mal eine richtig positive Überraschung - dass die Verlierer den Gewinnern auf der Strasse gratulieren und gemeinsam das Event als solches feiern! wie wärs? mit ein bisschen Selbstbeherrschung und eingesetztem Verstand müßte das doch möglich sein.

So, das war jetzt mein Wort zum Fussball :-)) Wie gesagt - ich wär gespannt drauf, wie Ihr das seht ;)





Einer meiner persönlichen "kostenlosen Glücksmomente" gestern - die Freude und Begeisterung in den Augen vom Monsterchen, das unermüdlich seinen Ring aus dem Wasser apportiert hat, triefend nass .. herrlich... dazu die sinkende Sonne über dem Wasser, und die herrlich warme Luft, Sommerfeeling und der Duft von Blumen, Gras und Getreide ...

sowie die Vorfreude auf zwei neue CDs "umsonst" :-)) Oh ja - man sollte die "best things are free" - Aktion wirklich nicht nur auf 30 Tage begrenzen ;)




In dem Sinne wünsch ich Euch ein schönes Bergfest und viel Spass bei allem, was Ihr heute abend vorhabt ;)

Ocean 25.06.2008, 10.11 | (27/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

DANKE :-) Wird besser / Dt. Übers. Springsteen-Lyrics, Freiheit-Du kannst - Überwinden der Erbsünde





Ganz vielen Dank für all Eure Gute-Besserungs-Wünsche .. hab den PC grad zum ersten Mal wieder angeschaltet und mich über jeden einzelnen total gefreut!! Und es hilft - inzwischen tut's nicht mehr so weh - aber sowas Blödes hab ich auch noch nie erlebt. Eine falsche Bewegung und die hat ausgereicht, um solche Schmerzen zu verursachen.

Der Doc meinte, das sei ein eingeklemmter Nerv gewesen, und dann in der Folge verspannt man sich automatisch noch mehr, so daß es auch mehr wehtut. Hab diverse Tabletten bekommen und den Auftrag, mich ruhig zu verhalten *g* (schwierig!!), ganz flach und gerade auf dem Rücken liegen (noch schwieriger ..) aber es hilft so langsam - habe auch vor, morgen wieder schaffen zu gehen.




Weil ich jetzt rückentechnisch nicht allzu viel länger am PC sitzen will, stelle ich fürs Wochenende einen Text hier rein für Euch, den ich schon vor Jahren geschrieben habe (hab zum Glück fast alles von früher auf dem PC gespeichert .. wenn ich auch sonst eher zum "Wegwerfen" neige - bei Texten und alten Aufzeichnungen hab ich eine richtige Aufheb-Marotte *g*) -

der Text passt aber immer noch gut, zumal ich momentan auch wieder gern Bruce Springsteen höre ;)


 


Dieses Bewußtsein der Freiheit in mir - dieses "Du kannst", das im Menschen verankert ist - es ist mir so viel wert, auch wenn ich es nicht immer fühlen kann, so doch immer öfter *g* - und ich nutze es so weit wie möglich - anders als früher, wo ich um diese Freiheit nicht wußte (denn existiert sie schon immer, verschüttet - sie ist in jedem Menschen, aber sie ist nicht immer leicht zu finden..)

Musik in dem Augenblick: "Thunder Road" von Bruce Springsteen...

Springsteen's Songs verkörpern für mich die unbändige Sehnsucht nach Freiheit - der Drang, alle Möglichkeiten zu erforschen und zu nützen, die sich dem Menschen bieten. Seine Inhalte sind nicht nur sozial- bzw. gesellschaftskritisch, sondern auch auf eine bestechend schlichte Weise zutiefst psychologisch -

... schwarze Abgründe tun sich neben einer gezeichneten strukturellen Einfachheit des menschlichen Wesens auf, dessen Bedürfnisse klar erkennbar sind: Liebe, die Flucht aus der Einsamkeit, die Selbstfindung und das Lösen alter Fesseln, Überwinden von Konventionen und Zwängen, der schmerzhafte Übergang zum "Erwachsenwerden"

(alleine dieser Begriff würde eine Diskussion verdienen - was ist das überhaupt, Erwachsen-Sein...) und ein Weg, der offen vor dem Individuum liegt.





Dieser Weg - er ist es, was das Leben ausmacht. Sich vorwärtsbewegen, ein Ziel im Kopf haben - doch immer ist eigentlich der Weg das Ziel, da das gedachte Ziel selbst ungewiß bleibt.

"Schauen wir uns das Gelobte Land mal an..." es wird nicht idealisiert, sondern nur als eine der vielen Möglichkeiten angestrebt, die eine Reise auf der Straße des Donners bietet.




Hier mal meine Übersetzung der Lyrics von "Thunder Road":

"Thunder Road"

Die Schwingtür knallt zu, und Marys Kleid flattert
Wie ein Traumbild tanzt sie quer über die Veranda - das Radio spielt Roy Orbison,
er singt für die Einsamen

- hey, das bin ich, und ich will nur dich
bitte schick mich nicht wieder heim, ich komm' allein nicht mehr klar mit mir

Lauf nicht wieder rein ins Haus, Liebling, du weißt, warum ich hier bin
aber du hast Angst und denkst, daß wir vielleicht nicht mehr jung genug sind

- hab ein bißchen Vertrauen: die Nacht birgt einen Zauber
du bist keine Schönheit, aber hey - du bist o.k.
und das ist o.k. für mich...


Du kannst dich verkriechen und deinen Schmerz erforschen
Kreuze machen für deine Geliebten, Rosen in den Regen werfen
Deinen Sommer verschwenden, indem du vergeblich darum betest,
daß ein Erlöser sich von diesen Straßen erhebt


Klar - ich bin kein Held, und all die Erlösung, die ich dir anbieten kann,
liegt unter dieser schmutzigen Motorhaube
- die Chance, es irgendwie gut zu machen
- hey, was könnten wir jetzt sonst noch tun
ausser das Fenster runterzukurbeln - lass den Wind dein Haar nach hinten wehen

und die Nacht öffnet sich vor uns - diese beiden Fahrspuren werden uns überall hinbringen
eine letzte Chance haben wir, es wahr zu machen
diese paar Räder werden uns Flügel verleihen
- komm, kletter hinten rein - die Straße runter wartet der Himmel auf uns

komm, nimm meine Hand,
heute nacht ziehen wir los, um uns das Gelobte Land anzuschauen oh - Straße des Donners...


sie liegt da draußen wie ein Mörder in der Sonne
hey, ich weiß, es ist spät, aber wir können es schaffen, wenn wir uns beeilen
- ergreif die Chance, halt dich fest - Straße des Donners....

ja, ich hab diese Gitarre, und ich hab gelernt, sie zum Sprechen zu bringen
und mein Wagen steht da draußen, wenn du bereit bist, diesen langen Weg zu gehen
- von deiner Veranda zu meinem Vordersitz
die Tür ist offen, aber die Fahrt ist nicht umsonst

ich weiß, du bist einsam - wegen Worten, die ich nicht gesagt habe
aber heute nacht werden wir frei sein, und alle Versprechen werden gebrochen ...

Es waren Geister in den Augen all der Jungs, die du fortgeschickt hast
sie suchen diese staubige Strandstraße heim,
in den skelettartigen Gerippen ausgebrannter Chevrolets

Sie schreien deinen Namen nachts in den Straßen
dein Kleid, das du bei deiner Abschlußfeier getragen hast,
liegt in Lumpen zu ihren Füßen
und in der einsamen Kälte vor der Morgendämmerung
hörst du noch ihre Motoren laufen
- aber wenn du auf die Veranda kommst, werden sie verschwunden sein, gegangen mit dem Wind

- also, Mary, kletter' rein -
dies ist eine Stadt voller Verlierer, und ich hau ab von hier, um zu gewinnen!



KLICK HIER  für die Lyrics von "Thunder Road" :-))




- Diese Fotos (Route 66) hat Walter letztes Jahr während seiner Tour durch den Westen der USA gemacht. -


Klar, daß Springsteen sich in seinem Song "Adam Raised a Cain" auch des verwandten Themas "Erbsünde" annimmt - die Fesseln, die versuchen, den Menschen am Boden zu halten, die ihn daran hindern, seine in ihm liegenden Möglichkeiten zu nutzen, seine Vergangenzeit zu überwinden und über sich selbst hinauszuwachsen... die "alten Gesichter", die ihn nicht loslassen, die wieder ihn in ein fremdbestimmtes Schema pressen wollen ....

und die scheinbar zwangsläufige Wiederholung des Schicksals unserer Vorfahren "wir erben die Sünden, wir erben die Flammen - das gleiche heiße Blut brennt in unseren Adern..." -

der Text von "Adam Raised a Cain" scheint die Unmöglichkeit zu suggerieren, aus diesem (vorwiegend inneren) Gefängnis auszubrechen, und auch die Melodie, die Art wie Springsteen das Lied singt, sind voll ohnmächtiger Wut und Verzweiflung... der Knoten wird nicht gelöst - verloren, aber nicht vergessen von dem dunklen Herz eines Traumes, das ist kein Trost.

Oft verwendet in seinen Songs - das Motiv des Autofahrens als Sinnbild für Freiheit, Ausbrechen - die Angst, Trägheit und Lethargie zu überwinden und einfach loszufahren - die Freiheit in sich selbst zu finden - das Leben finden.

Ich bin allerdings mittlerweile der Meinung, dass wir nicht zwangsläufig für die Sünden unserer Vorfahren zahlen müssen .. eben wegen der Freiheit und der Kraft, die wir in uns tragen - unseren am Anfang noch sehr vorbestimmten Weg selbst zu gestalten und zu überwinden, was sich uns in den Weg stellen will. Verallgemeinern lässt sich das natürlich nicht - weil es natürlich auch quasi unüberwindbare äußere Umstände gibt - aber man kann dennoch vieles erreichen und so manche Fessel der Kindheit abwerfen - das ist unsere Chance!



Meine Übersetzung von

"Adam Raised a Cain"

In dem Sommer, als ich getauft wurde
hielt mein Vater mich fest an seiner Seite
als sie mich zum Wasser brachten
- er erzählte, wie sehr ich an dem Tag weinte

Wir waren Gefangene der Liebe, eine Liebe in Ketten,
er stand in der Tür, ich stand im Regen
mit dem selben heißen Blut, das in unseren Adern brannte
- Adam zog einen Kain groß...

All diese alten Gesichter
fragen dich, warum du wieder zurück bist
du bekommst eine Stellung von denen
und den Schlüssel für den Cadillac deines Vaters

doch in der Dunkelheit deines Zimmers nennt deine Mutter
dich bei deinem wirklichen Namen
Du erinnerst dich an die Gesichter, die Orte, die Namen
und du weißt, es wird niemals vorbei sein,
es ist endlos, wie der Regen
- Adam zog einen Kain groß...


In der Bibel erschlug Kain Abel
und er wurde jenseits von Eden verbannt
Du wirst in dieses Leben geboren und zahlst
für die Sünden der Vergangenheit eines anderen

Vater arbeitete sein ganzes Leben über - für nichts als den Schmerz
jetzt läuft er rastlos durch diese Räume und sucht nach jemanden,
dem er die Schuld zuschieben kann
Du erbst die Sünden, du erbst die Flammen
- Adam zog einen Kain auf...

Verloren, aber nicht vergessen
von dem dunklen Herz eines Traumes....


KLICK HIER  für die Lyrics von "Adam Raised A Cain"





Am Wochenende hab ich vor, meine Freundin zu besuchen und hoffe, dass der Rücken auch mitspielt - aber Optimismus ist alles :-))) auch wenn sowas wohl eine ganze Weile noch wehtun kann - aber wenn's besser wird, ist das die Hauptsache.

Ich wünsch Euch jetzt schon mal ein tolles Wochenende und hoffe, dass ich bald wieder bei Euch eine Blogrunde drehen kann! Passt auf Euch auf, und viel Spass bei allem, was Ihr vorhabt :-))

Ocean 19.06.2008, 19.08 | (19/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Verschiedene Zitate von Goethe, Gibran, Rosegger, Nin uvm. - und ein paar Gedanken dazu (Stöckchen)




Arg wenig Zeit hab ich momentan ... zum Schreiben, Surfen oder gar Mailen langt's kaum - die Zeit rast wie wild - sonst hätt ich mich auch schon längst gemeldet hier ;)

Unschwer erkennbar - ich brauche Tapetenwechsel ;) Rot .. ist die Farbe des Augenblicks. Habe sie sogar dauernd in meinen Träumen gesehen in letzter Zeit .. rote Tapete, dunkelrotes Sofa .. dann habe ich mal in den früheren Designs meines Blogs geschaut - wer schon lange mitliest, wird sich evt. erinnern, dass es dunkelrot war - und das mag ich jetzt mal wieder haben ;)

Von Christa habe ich ein schönes Stöckchen zugeworfen bekommen - das allerdings auch etwas Nachdenken und Zeit erfordert hat, und nicht so ruckzuck zu beantworten ist:

"Nenne ein paar deiner Lieblingszitate und schreibe deine eigenen Gedanken dazu auf."


Wenn Ihr es mitnehmen wollt - ich würde mich freuen und wär gespannt auf EURE Zitate und Gedanken :-))


Et voilà - das hab ich in den letzten Tagen gesammelt - die Entscheidung fiel schwer, weil ich so viele Zitate gern mag und ein ganzes Büchlein damit vollgeschrieben habe - angefangen in den Achtzigern, noch das typische "Ich geh kaputt, wer kommt mit" etc *g* was man halt als Teenie so sagt - dann die typische Denke der Achtziger-Links-Endzeit-Generation .. und auch viele chinesische Sprichworte .. jedenfalls wenn ich in diesem Buch lese, wird mir wieder richtig bewußt, wie vieles sich in mir und um mich herum verändert hat - und daß ich gedanklich und auch politisch jetzt völlig anders drauf bin, als damals. Egal *gg*




also hier mal eine kleine Auswahl .. beginnend mit zwei Zitaten von Johann Wolfgang von Goethe:

"Halte immer an der Gegenwart fest. Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit."

Der Gegenwartsmoment - er ist so schnell verflogen.. viel Lebenszeit droht achtlos zu verstreichen im Sturm der Tage .. weggeweht. Aber es läßt sich trainieren - das bewußte Erleben des Augenblicks, und je gegenwartsbewußter man durch die Zeit geht, umso farbiger ist auch das Mosaik der Einnerung, auf das man zurückblicken kann. Natürlich wird es immer Momente geben, die so schrecklich sind, daß man sich nur wünscht, sie mögen schnell vorbeigehen .. damit man sie ins gnädige Vergessen schicken kann (soweit möglich). Aber ich beziehe dieses Zitat von Goethe einfach auf den Wert des Lebens und seiner vielen Momente an sich .. und daß es ein großes Geschenk ist, das wir dank unseres Bewußtseins so erleben können. Gemessen an den Dimensionen des Universums sind wir nur ein Staubkorn - aber wir können einen Hauch der Ewigkeit fühlen - wenn wir das Risiko eingehen, uns in diese intensive Bewußtheit zu stürzen .. in den Schmerz ebenso, wie in das Glück.

Alles ist Kampf, Ringen. Nur der verdient die Liebe und das Leben, der täglich sie erobern muss.

Ebenfalls von Johann Wolfgang von Goethe - man mag sich streiten, ob man seiner Aussage zustimmt. Ich finde sie richtig. Einfach deswegen, weil ich denke, man kann die Bedeutung und den Wert einer Sache erst dann richtig schätzen, wenn man sie sich "im Schweiße seines Angesichts" erarbeitet, erobert hat - wenn man dafür gekämpft hat - bereit war, Opfer zu bringen, sich einzusetzen, und das immer wieder von neuem. Nichts bleibt auf Dauer .. Kampf ist nunmal eins der Charakteristika des Lebens und der Natur, auch wenn man das vielleicht nicht gern hört oder denkt - es ist Fakt. Der Begriff "Kampf" muß nicht nur negativ belegt sein .. er ist auch mit Vorwärtskommen verbunden, mit dem Überwinden alter, verkrusteter Strukturen - dem Überwinden des Destruktiven, des Passiv-Verharrenden, und vor allem des "Ewig-Gestrigen" - und auch hier haben wir wieder Goethe, der sagte "Das Ewig Gestrige zieht uns hinan" ...




Das ist eines der Geheimnisse des Lebens: Die Seele durch die Sinne zu heilen, und die Sinne durch die Seele. (Oscar Wilde)

Steht auf einer Postkarte mit einem herrlichen Meer-Motiv, die ich von meiner Schwiegermutti zum Geburtstag bekommen hatte. Der Spruch hat mich sofort angesprochen ... mehr auf emotionaler Ebene, und ich möchte ihn gar nicht weiter zerreden, weil ich glaube, daß er sich besser nur erfühlen läßt.

"Das Dasein ist köstlich. Man muß nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen." (Peter Rosegger)

Mein Leitspruch, seit langem - er beinhaltet eigentlich alles, was ich für wichtig halte, ein glückliches Leben führen zu können - es muss meinem Wesen und meinen Bedürfnissen weitestmöglich entsprechen, und ich sollte  mich nicht vom Gerede Aussenstehender unnötig beeinflussen lassen.

Ganz klar - gewisse Abstriche muß wohl jeder machen. Das ist normal - und stellt die Herausforderung an den Menschen dar, wie er mit Problemen umgeht - damit er sie meistert, und nicht sie ihn zerstören. Den wir haben die Macht .. sie liegt in uns. Entscheidend ist, zu erkennen "Was ist mir wichtig - was macht mich glücklich - wo bin ich in der Lage, Kompromisse einzugehen, ohne mich selbst zu verlieren - weil ich weiß, daß ich später oder an anderer Stelle wieder gewinnen kann ...

"Be yourself, no matter what they say .." (Sting) - und im Zweifelsfall auch mal Ungewöhnliches wagen, um nicht später zu bereuen, dass man es NICHT gewagt hat!




"Dies ist die Stunde, die ich am meisten liebe, die Stunde, in der ich oft in mein Tagebuch schreibe. Dämmerung. In der Dämmerung verschmilzt mein Herz mit dem Herzen der Natur. Die Ruhe, die Sanftheit, ihre mystische Schönheit dringen in mein innerstes Sein wie die süße Melodie eines Gedichtes oder eines Liedes.
Vielleicht mag ich auch im Leben die Dämmerung. Ich wende mich eher den Schatten zu, der Traurigkeit, der vagen, ungewissen Traumwelt der Visionen und Erinnerungen. Ich kann nun träumen, doch nur als Vorbereitung auf die Zukunft. Vielleicht werde ich bald einer großen Morgendämmerung begegnen, dem Tag der Enthüllung und Entscheidung..."
(Anais Nin)

Dieses Zitat hatte ich in meinem Parsimony - Tagebuch damals als Leitspruch. Ist schon einige Jahre her, aber es passt irgendwie immer noch .. ich erkenne mich darin wieder - vielleicht mit dem kleinen Unterschied zu damals, dass ich mich der Morgendämmerung viel näher fühle, als früher.




"Man müßte es dahin bringen, daß sich alle Menschen des Fanatismus und der Intoleranz schämen." ... sagte schon Friedrich der Große - und er hat noch viele weitere gute Sätze losgelassen - von ihm stammt ja auch "In meinem Staate soll jeder nach seiner Fasson selig werden." Eine interessante historische Figur, der wir vieles zu verdanken haben in unserer Gesellschaft.

Die Sache mit Fanatismus und Intoleranz ist heutzutage aktueller denn je .. und die Problematik, die beiden Begriffen innewohnt, ist nicht so einfach, wie man im ersten Moment denken könnte. Klar "Intoleranz ist Sch..." - das denkt wohl fast jeder. Aber - auch übertriebene Toleranz kann gefährlich werden - wenn sie sich auf kriminell-machtgierige Gruppierungen richtet, und beschönigt, wo es nichts zu beschönigen gibt.





Die Musik wirkt wie die Sonne, die alle Blumen des Feldes mit ihrem Strahlen zum Leben erweckt... sagte Khalil Gibran. Und das ist wiederum völlig selbsterklärend für jeden, der die Musik so sehr liebt, dass sie ein unverzichtbarer Teil seines Lebens ist - Quelle der Inspiration und Freude, Gefühle weckend, wo diese vielleicht erstarrt sind .. Energie und Schwung in den Tag bringend, und den Weg ins eigene Innere öffnend ebenso, wie den Weg zu anderen Menschen, mit denen man die Freude an der Musik teilen kann.




Ebenfalls Gibran war es, der sprach: Wirklich frei werdet ihr nicht sein, wenn eure Tage ohne Sorge sind und eure Nächte ohne jeden Wunsch und Kummer, sondern erst dann, wenn sie euer Leben umfassen und ihr euch dennoch nackt und ungebunden über sie erhebt.

Schwer, sehr schwer, das umzusetzen - sich über den Kummer zu erheben - aber genau das ist es, woran jeder arbeiten kann - dank der inneren Quelle der Kraft, die in den Menschen sprudelt, und die uns zu viel mehr befähigt, als wir oft glauben. Dem Schmerz, dem Kummer nicht mehr Macht geben, als er verdient - und das ist nicht viel. Entscheidend ist unsere Fähigkeit, im Extremfall über uns selbst hinauszuwachsen, und die viele Energie einzusetzen, die sonst oft ungenutzt bleibt.



(im Hintergrund sieht man eine Zwischenphase in der Garten- bzw. Rasen-Gestaltung ;) )


Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede. Sprach Louis Armstrong - und damit hatte er so recht :-)) Sunny hat dieses Zitat übrigens auch gewählt in ihrer Sammlung ;) und es entspricht meiner jahrzehntelangen Erfahrung .. immer hatten wir Tiere, und immer waren sie eine Quelle des Glücks und Trostes.

Und unser Muffel-Monsterchen jetzt - Lisa macht allein durch ihre Anwesenheit, den lieben Blick, ein Schwanzwedeln oder ein Schnauzenstupser so glücklich - Sorgen fühlen sich gleich viel kleiner an, wenn ich über ihr weiches Fell streichele oder meine Nase darin vergrabe *g* - und nicht umsonst hat auch mal irgendjemand gesagt "Der beste Psychiater ist ein Welpe, der dir das Gesicht abschleckt" :-)) Nie mehr ohne Hund .. denn - um mit dem Zitat von Heinz Rühmann zu enden "Man kann auch ohne Hunde leben - aber es lohnt sich nicht." ;)




Da ich nicht weiß, ob ich vor dem Wochenende noch mal Zeit zum Schreiben hier finde, wünsche ich Euch jetzt schon mal wunderschöne Tage .. melde mich baldmöglichst wieder ;))  lasst's Euch gutgehen und genießt .. so weit es geht .. und paßt auf Euch auf :-))

Ocean 04.06.2008, 12.40 | (25/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Seid Ihr wetterfühlig? /Hundi, Ameisen/Seele durch die Sinne heilen/Freie Entscheidung, innere Kraft




Das Bild ist von gestern spätnachmittags :)) wir hatten nochmal Glück mit dem Wetter und 18 Grad! Mittlerweile ist's wieder aprilwettermäßig nass-windig. Seltsam - wie sehr das Wetter, oder evt. auch damit zusammenhängende "Schwingungen" die Stimmung beeinflussen können!

Gerade hatte ich's von dem Thema mit meiner Mutter . Sie empfindet das ebenso und bezeichnet sich auch als wetterfühlig. Und ich merk es auch .. Wetter und Stimmung bzw. allgemeiner "Energie-Status" hängen eng zusammen bei mir. Trüb-grau-regnerisches Wetter .. und die Gedanken kreisen, die Stimmung ist eher in Gefahr, muffelig-gereizt zu werden. Dagegen Sonne, Wärme und blauer Himmel - alles easy (meistens jedenfalls), so einfach ist das *g*


Wie ist das denn bei Euch - seid Ihr wetterfühlig, oder eher nicht?






Sieht das nicht cool aus?? *gg* habe gestern mal eine ganze Weile einen wild wuselnden Ameisenhaufen beobachtet - Waldameisen, die offensichtlich gerade beim Aufbau ihres Domizils waren ...

die Ansicht von dem ganzen großen Ameisengewusel würde hier den Rahmen sprengen, daher nur die Links zu zwei Bildern : KLICK HIER  und KLICK HIER  - aber hier noch ein paar der Tierchen bei der Arbeit, die Aststücke und anderes Zeugs durch die Gegend schleppen:




Es war reine Glückssache, da irgendwelche Aufnahmen zustandezubringen, die nicht komplett unscharf sind - bei dem Tempo, in dem die kleinen Wusler durcheinanderrennen, die sind ja ununterbrochen in Bewegung.




"Das ist eines der Geheimnisse des Lebens: Die Seele durch die Sinne zu heilen, und die Sinne durch die Seele."
(Oscar Wilde)


.... und dieser Spruch bewahrheitet sich für mich immer und immer wieder neu :-)))  paßt in beide Richtungen, finde ich .. und für mich ist es der Frühling, Sommer, das Wasser, die Natur, Tiere, Musik, gute Gespräche .. all das und noch viel mehr ist Seelennahrung ...




Action-Lisa ;)



*knabber*



Mitleiderregend gucken kann ich auch richtig gut ;)

Nu haben wir schon wieder "Bergfest" und es geht Richtung Wochenende. Ich freu mich drauf - finde aber auch die "Werktage" schön .. momentan entdecke ich in so vielem das Schöne bzw. Positive, vielleicht weil sich innere "ich MUSS"-Blockaden lösen. Nix MUSS .. das ist alles eine Frage der Einstellung.

Und was mir nicht gut tut, spüre ich immer deutlicher, und davon kann ich mich auch lösen. Das Leben ist zu kurz, um es mit Motzigkeiten und Grübeleien oder gar mit Vergleichen zu vergeuden oder auf Bilder zu achten, die andere einem suggerieren, und von denen man deutlich spürt, daß sie nicht zutreffen bzw. nur eines bewirken - dass man sich nicht gut fühlt damit. Die Kraft ist in Dir - Du KANNST :-))

Der "rote Faden" in mir .. er ist wieder deutlich zu spüren :) ICH entscheide, mit was ich mich auseinandersetze, wann und wie .. und ich werde diese blödsinnigen Vergleiche auch noch ganz bleibenlassen können. Ob ich mich über etwas oder jemanden ärgere, oder  nicht (bzw. nicht so lange) - auch das ist meine Entscheidung.

Wenn ich es nicht so handhaben würde, würde ich anderen zu viel Macht über mich geben. Und das kann's ja wohl auch nicht sein. Zumal die "anderen" (möge sich bitte keiner persönlich angesprochen fühlen ;) )  ja auch ihr Ding durchziehen und ihr Ego ausleben, wie sie's grad brauchen. Meistens.

Egal .. war nur grad mal laut gedacht ;)

Macht's Euch schön :) so wie Ihr es am liebsten habt.

Ocean 02.04.2008, 14.30 | (22/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Zeitschriften / Buchtipp Das Echo der Schuld - C. Link / Gedanken - Alleinsein, Kontakte, Maßstäbe




Schon seltsam. Zur Zeit bin ich in manchen Dingen so richtig unmotiviert .. und reagiere sehr leicht "muffelig" auf Dinge, die mich nerven - ich glaub, das ist aber auch typisch für diese Übergangsphasen zwischen den Jahreszeiten. Ab und zu mir selbst einen "Tritt" geben *gg* manchmal hilft's ;)

Immerhin hab ich es gestern abend wieder auf den Stepper geschafft - dazu die "Geo" gelesen - ein Probe-Abo, bin am Überlegen, ob ich dranbleiben soll mit der Zeitschrift .. aber erfahrungsgemäß reicht mir oft die Zeit nicht, regelmäßig Zeitschriften zu lesen. Interessieren würden mich ausser "Geo" (und von denen mal abgesehen, die ich im Internet lese) schon einige .. allein schon die ganzen Hunde-Zeitschriften, die es so gibt - ausserdem die "Psychologie Heute", die ich früher regelmäßig gelesen habe - aber vielleicht ist es statt Abo doch besser, sich die Dinger ab und zu am Kiosk zu holen.




Bei meiner Mutter im Garten ..

Mein Buchtipp momentan: "Echo der Schuld" von Charlotte Link  . Psychologisch-spannend-fesselnd .. absolut empfehlenswert für jeden, der gern Psycho-Thriller liest ;) Bin jetzt mit dem ersten Teil fertig und hab mich dann gezwungen, das Buch wegzulegen, um auch nochmal was anderes zu machen *g*




Wie schon in meinem Wolf-Blog geschrieben - an manchen Stellen berühren mich die geschilderten Verhaltensweisen und Reaktionen der Hauptfigur(en) insofern, als daß ich sie von mir selbst kenne .. und mich immer wieder mit der Frage konfrontiere -

muss-sollte-will ich das ändern im Sinne eines emotional-sozialen Weiterentwicklungsprozesses, oder könnte ich genausogut alles so belassen, wie es ist und nach meinem Gefühl leben - weil diese Neigungen und Reaktionen nunmal ein Teil meiner Persönlichkeit sind ..

z. B. mein Bedürfnis nach Alleinsein, "zu wenig" Interesse (fremde Maßstäbe!) an gesellschaftlichen Aktivitäten, Treffen, Vereinen .. worauf ich einfach nach wie vor nicht die geringste Lust habe ..
sondern z. B. lieber einen ganzen Tag wandern gehen würde, wenn ich mal frei habe .. nur als Beispiel)

Aber nicht jeder ist kontaktfreudig und extravertiert veranlagt, und braucht ständig Menschen um sich - und auf der Arbeit HABE ich ja immer Menschen um mich .. ich war schon immer jemand, der lieber wenige und dafür wirklich nahe Kontakte hat, als dauernd viele evt. oberflächliche ..

oder ist es einfach nur eine Phase .. bzw. bedingt durch die vielen Aktionen, die mein Tagesablauf sowieso schon beinhaltet, ganz einfach ein natürliches Ruhebedürfnis, das mir momentan immer wieder sagt "ich will nix hören ..nur abschalten" ? Manchmal ist da die Unterscheidung nicht einfach. Reicht es, zu sagen "Es ist okay" - solange ich mich damit wohlfühle und nichts vermisse (und andere nicht benachteilige oder ihnen schade) ?






Blick hinein in den "Dicken Turm" (reingehen darf man nur bei einer Führung)

Innen haben sich viele bekannte Dichter mit Gedichten verewigt - auch davon gibt es Fotos .. kommt noch ;)




Im Gegensatz zu meinen Osterkakteen blühen die bei meiner Mutter fleißig ;) Bei mir hat dafür ein Weihnachtskaktus eine große Knospe angesetzt, bin gespannt, ob die aufgeht.




Das Wochenende naht :-)) vielleicht schreib ich morgen nochmal .. sonst schon mal einen schönen Start ins Wochenende für Euch :))

Ocean 27.03.2008, 08.46 | (17/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Frage an Euch - was bedeutet für Euch Romantik? / Photos Meer, Ostereier, Hundi



Danke Euch für Eure lieben Kommentare, auch zu den Neuerungen am Blog :-)) Ich werd die Bilder künftig z. T. größer zeigen (außer bereits bearbeitete, die noch in der 400er-Größe sind) - wenn das ok ist und den Blog nicht langsamer macht beim Öffnen!



Heiligenhafen - Größer - Bitte aufs Bild klicken :) -

So ein Tag geht rasant rum .. auch ohne dass ich irgendwas Besonderes mache *g* mal hier, mal da - und schon ist es 18 Uhr. Immerhin hatten wir trockene Hunde-Runden :)



Eine Frage hätt ich mal an Euch - was bedeutet für Euch Romantik?

- was macht eine Situation, einen Film, eine Stimmung für Euch romantisch ..

- wo ist Eure persönliche "Grenze" zum Kitsch, oder mögt Ihr gerade den Kitsch?

- oder ist Romantik als solche Euch eher suspekt, und bevorzugt Ihr die nüchterne Sachlichkeit?




Man mag diese bunten Eier als kitschig ansehen *ggg* ich find, es sind schöne Farbtupfer, die den Garten farblich ein bisschen pushen. Das ist aber auch meine einzige Oster-Deko - denn ich bin bekanntlich nicht so der Deko-Freak, und der Großteil der Dekogegenstände bei uns besteht aus Steinen, Muscheln und Pflanzen natürlich.



Ich glaube nicht, daß ich DIE Romantikerin überhaupt bin .. aber ganz sicher fühle ich mich zur Natur-Romantik hingezogen .. kann über einen solchen Regenbogen, dem endlosen Blick über das Meer, einem stimmungsvollen Waldsee, farbenprächtigen Sonnenuntergang, Wolkenspiele oder den Farbenzauber der Natur in Schwärmereien verfallen :-))



Und da ich auch sehr gerne Lyrik mag, ist hier sicher auch eine romantische Ader in mir ;)



Wohingegen man mich mit den allermeisten Hollywood-Kitschromantik- oder Liebesfilmen bzw dem, was man so im allgemeinen als "typischen Frauenfilm" bezeichnet (???) gaaanz weit jagen kann, während Action, schwarzer Humor und Independent beim Film genau meins ist ... und ich selber im Zweifelsfall auch eher sarkastisch bzw. trocken reagiere, und gefühlsbetontes "Betüttelt-Werden" gar nicht mag ..

ich mit Black Sabbath, System of a Down, Disturbed, Marilyn Manson, Rammstein, Subway to Sally etc. einen eher - naja, skurril-harten Musikgeschmack habe, der nicht gerade "typisch weiblich" ist - wobei ich neben solcherart Metal durchaus auch klassisch-melodiöse Musik mag :)  .. und namentlich den Romantic-Metal wie Nightwish, Rhapsody of Fire, Epica, Within Temptation liebe ..

.. und ich einem verfallenen Fabrikgebäude vor sturmgepeitschtem Wolkenhimmel mehr Romantik abgewinnen kann, als einem süßlich-überfrachteten volldekorierten Ambiente ... also dann doch eher die Industrial-Romantik?? :-)))

oder wohnen - wie schon Goethe sagte "zwei Herzen in meiner Brust"?

vermutlich letzteres ;)




Das Monsterchen, halb eier-verdeckt *gg*

Einen schönen Wochenstart wünsch ich Euch, und alles Liebe :-)))

Ocean 16.03.2008, 18.13 | (16/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Subjektivität, Konstruktivismus, (In-)Toleranz/Angst, Dialog, Verantwortlichkeit / Blüten, Hundi



Vorab: Zum Thema "Überwindung seelischer Problemzonen" habe ich HIER einige persönliche Gedanken niedergeschrieben. Dankeschön für Eure zahlreichen Gedanken bereits dazu :)

Über Subjektivität und Konstruktivismus habe ich einen interessanten Artikel entdeckt: 

Die Subjektivität der Wahrnehmung Von der buddhistischen Wahrnehmungstheorie bis zur modernen Hirnforschung .. wobei diese Webseite als solches spannend ist und mich zum Weiterstöbern animiert hat.

Subjektivität - Fluch, Segen oder beides? Auf jeden Fall ist sie von der Welt nicht wegzudenken. Wie so ziemlich alles hat sie ihre guten und ihre problematischen Seiten. Wenn es sie nicht gäbe, gäbe es nicht die Vielfalt, die unser Leben spannend macht - die Kunst - den lebhaften Austausch zwischen Individuen.

Wer hat es nicht schon erlebt - man ist total überzeugt von einer Sache .. von den eigenen Theorien und ihrer Richtigkeit - und dann kommt ein anderer und sagt genau das Gegenteil. Man ist empört, meint, diesen "überzeugen" zu müssen, denn schließlich denkt er ja falsch ...

aber genau hier kann jeder von uns "falsch liegen" .. und sogenannte Wahrheiten sind oft das Subjektivste überhaupt.

Wenn Subjektivität überhandnimmt, gedankliche Offenheit für andere Ansichten verweigert, und gepaart mit Intoleranz auftritt, wird sie problematisch. Aber wie kann eine destruktiv-subjektive Sichtweise am besten überwunden werden?

Die als subjektiv richtig empfundene und erbittert verteidigte "Wahrheit" des einen erscheint dem anderen als der größte Irrtum überhaupt. Um hier Annäherung zu schaffen, braucht es weitere Aspekte. Dazu mal ein kurzes Zitat aus dem oben verlinkten Artikel von Maren Keller:

"Paul Watzlawick schreibt dazu: „Aus der Idee des Konstruktivismus ergeben sich zwei Konsequenzen: Erstens die Toleranz für die Wirklichkeit anderer - denn dann haben die Wirklichkeiten anderer genauso viel Berechtigung, wie meine eigene. Zweitens ein Gefühl der absoluten Verantwortlichkeit. Denn wenn ich glaube, dass ich meine eigene Wirklichkeit herstelle, bin ich für diese Wirklichkeit verantwortlich.“

Und diese Toleranz und Verantwortlichkeit sind - wie in so ziemlich allen Konstellationen des Lebens - ausschlaggebend, denke ich. Es wäre ideal, dies schon von Kindesbeinen an zu lernen .. selbst Respekt zu erfahren und akzeptiert zu werden, und offene Blicke für andere Lebensweisen zu entwickeln - für die Empfindungen anderer, die komplett von den eigenen abweichen können, und die dennoch ihre Daseinsberechtigung haben, solange sie im Rahmen einer Gesellschaft und im Rahmen der Menschlichkeit keinen Schaden anrichten.

Schöne Theorie ist das ... doch gerade die Subjektivität ohne ausreichende Gegengewichte hat oft gesellschaftliche Konflikte zur Folge. Gepaart mit Defizit-Empfinden, Angst und daraus resultierender Wut kann sie enorme zerstörerische Kraft freisetzen. Wie dem zu begegnen ist - das ist ein Balance-Akt... und ganz besonders in unserer vielschichtigen Gesellschaft, wo viele verschiedene Strömungen und Denkweisen aufeinanderprallen. Wo Subjektivität und Angst vorherrschen oder wachsen - ist auch den verschiedensten manipulativen Kräften Tür und Tor geöffnet.

Bei dem Einzelnen sollte es beginnen - jeder sollte so viel Verantwortlichkeit wie möglich aufbringen und versuchen, so objektiv und neutral wie möglich zu werten. Sollte davon absehen, andere wegen abweichender Meinungen anzugreifen, und sollte den konstruktiven und vor allem ergebnisorientierten Dialog suchen -

ohne persönliche Angriffe, ohne Unsachlichkeit und ohne das leider zu oft vorhandene Bedürfnis, sich selbst zu profilieren (und sich dann womöglich persönlich angegriffen zu fühlen, wenn jemand eine anders geartetete Sichtweise darlegt - andere Wege oder andere Vorteile aufzeigt). Das vermisse ich manchmal -

stelle aber fest, daß in den Blogs (im Gegensatz zu diversen politischen u.a. Foren, wo die Schreiber z.T. wüst übereinander herfallen) doch im allgemeinen ein freundlicherer, sachlicherer Umgangston herrscht. Und nur so ist es möglich, differenzierte Sichtweisen zu gestalten - mit Akzeptanz, die dem anderen von Grund auf entgegengebracht wird.

So ist es zum Beispiel möglich, daß politisch linksorientierte Menschen mit eher konservativ eingestellten Menschen in Dialog treten, und beide voneinander profitieren, denn jede Seite hat ihr Pro und ihr Contra, das man in der Praxis dann möglichst optimal kombiniert anwenden kann.








Größer - bitte aufs Bild klicken :)


.. das war mein Wort zum Montagmorgen *gg* und nun möchte ich noch was gegen das unglaublich grau-nass-muffelige Wetter anbringen .. ein bisschen Farbe und Hundi und so ;)










Größer - bitte aufs Bild klicken :)


... im Juni letzten Jahres ...







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ebenfalls im Juni - den Monat mag ich ja ganz besonders :)





Größer - bitte aufs Bild klicken :)







Größer - bitte aufs Bild klicken :)

Manchmal wird die Sehnsucht nach Sommer, Sonne und Wärme fast übermächtig ... seufz.



Spiel-Monsterchen ;)



... da ist irgendwas höchst interessant im Gras ;)

.. mal ein bisschen virtuelle sonne.giffür Euch, und einen angenehmen Wochenstart wünsch ich Euch :-))

Ocean 07.01.2008, 09.55 | (18/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

OceanPhoenix


"Speak the truth .. or make your peace some other way ..."
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06.06.08: Fotos vom Rasen und Hundi / Garten, Rosen (Rost), pflegeleicht ../ Spritverbrauch des Astra




Du bist mein Land,
ich deine Flut,
die sehnend dich ummeeret;
du bist der Strand,
dazu mein Blut
ohn Ende wiederkehret.

An dich geschmiegt,
mein Spiegel wiegt
das Licht der tausend Sterne;
und leise rollt
dein Muschelgold
in meine Meergrundferne.

(Ch. Morgenstern)

"Zwischen Dir und dem
Horizont liegt das Leben."


sonne.gif

.. genieße das Glück des
Augenblicks bewußt,
und bewahre ihn in
Deinem Herzen, so daß
Du jederzeit zu ihm
zurückkehren kannst.

Alles Erlebte ist Dein,
für immer. Deine Vor-
stellungskraft trägt Dich
überall hin, und Dein
Wille macht scheinbar
Unmögliches möglich.

Leben - unterwegs sein
auf Deinem eigenen
Lebensweg... gesegnet
mit der Kraft, auch die
schmerzlichen Wege
aufrecht zu gehen.

Die Quelle der Kraft
liegt im Universum ..
in der Natur ..
in Dir selbst.

(Ocean)



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"Long hours of loneliness
between me and the sea ...
Should I dress in white and
search the sea, as I always
wished to be one with the
waves - Ocean Soul ... "

(Nightwish)


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"Man kann ohne Hund leben,
aber es lohnt sich nicht"
(Heinz Rühmann)



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"Sail away to Avalon
The journey has begun
Sail away through the night
Sail away, never die
The gods are at your side..."
(Ayreon)

















Das Dasein ist köstlich.
Man muß nur den Mut
haben, sein eigenes Leben
zu führen.
(P. Rosegger)




Abendwolken

Wolken seh ich abendwärts
Ganz in reinste Glut getaucht,
Wolken ganz in Licht zerhaucht,
Die so schwül gedunkelt hatten.

Ja! mir sagt mein ahnend Herz:
Einst noch werden, ob auch spät,
Wann die Sonne niedergeht,
Mir verklärt der Seele Schatten.

(Ludwig Uhland)



Ein Rot, das traumhaft dich
erschüttert -
Durch deine Hände scheint
die Sonne.
Du fühlst dein Herz verrückt
vor Wonne
Sich still zu einer Tat
bereiten...

(aus: "Ein Konzert" von G. Trakl)



Monsterchen :-)



Mit einem kurzen Schweifwedeln
kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken,
als mancher Mensch
mit stundenlangem Gerede.
(Louis Armstrong)




... ich bin ein Couch-Potatoe :)

"We are a particle in the
ocean,
lost and safe
like a tear ..."

(Eloy - "Ocean")










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